Emerging-Market-Anleihen: Nach der jüngsten Korrektur ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt

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Emerging-Market-Anleihen stießen in den letzten Jahren auf großes Interesse, aber die Volatilität hat die Märkte zuletzt verunsichert. BNP Paribas Asset Management ist überzeugt, dass die Assetklasse nicht nur ein attraktives Risiko-Ertrags-Profil bietet, sondern auch die Aussicht auf hohe Erträge. Angesichts der Bewertungen ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt.

Eine Assetklasse mit Wachstumspotenzial

Emerging-Market-Anleihen dienen nicht mehr nur der Diversifikation. Und eine Nische sind sich auch nicht mehr. Für die meisten institutionellen Investoren ist die Assetklasse heute ein wichtiger Bestandteil ihrer Portfolios. Das gilt sowohl für Fremd- als auch für Lokalwährungsanleihen. Beide Märkte sind mittlerweile vielfältiger als US-High-Yield. Zurzeit befinden sich für über 18 Billionen US-Dollar Emerging-Market-Anleihen im Umlauf. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der Markt weiter wachsen, weil jetzt auch chinesische Anleihen für ausländische Investoren zugänglich werden.

Mehr Chancen durch die jüngste Korrektur

Emerging-Market-Anleihen sind volatiler als Investmentgrade-Titel. Ihre Volatilität lag in den letzten 15 Jahren (je nach Anleihenart) zwischen 7% und 10%. Aber gerechnet in US-Dollar haben sie in dieser Zeit auch jährliche Erträge von 7 bis 8% erzielt.

Seit Februar sind Emerging-Market-Anleihen besonders volatil. Aber das sollte man in einem größeren Kontext sehen: Vor der Wahl von Präsident Trump wurde die Assetklasse von Investoren argwöhnisch beäugt – bis sie 2017, als die politische Unsicherheit nachließ, zu einer starken Rallye ansetzte. Doch im Februar 2018 endete sie abrupt. Wir halten diese Korrektur für gut. Jetzt sind Fremdwährungsanleihen und zum Teil auch Lokalwährungsanleihen wieder attraktiv bewertet. Zweifellos wird die Volatilität in den nächsten Monaten hoch bleiben, aber dies sorgt für neue Chancen.

Keine systemische Krise, aber unterschiedliche Performancefaktoren

Das Wirtschaftswachstum der Emerging Markets ist etwas schwächer als erwartet, aber konjunkturelle Ungleichgewichte gibt es nur einigen wenigen Ländern wie der Türkei und Argentinien. Wir glauben nicht an eine systemische Krise, sondern gehen davon aus, dass sich Performancefaktoren innerhalb der Assetklasse stärker auseinanderentwickeln. Kurzfristig besteht Unsicherheit über die Bewertung von Emerging-Market-Währungen, aber langfristig halten wir sie gegenüber dem US-Dollar für zu billig.


Weiter Artikel von Jean-Charles Sambor.

Jean-Charles Sambor

Deputy Head of Emerging Markets Fixed Income

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