Ist es zu spät, in Emerging Markets zu investieren?

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Emerging Markets haben seit Jahresbeginn stark performed; + 28% bei Aktien und + 14% bei Fremdwährungsschuld (Dollarperformance per 30.09., siehe Abbildung 1 für die Performance des Index MSCI Emerging Markets). Ist es zu spat in sie zu investieren?

Abbildung 1: Performance des MSCI Emerging Markets Index in den letzten sechs Monaten (Ende April bis Ende September 2017)

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Quelle: Bloomberg, BNP Paribas Asset Management, Stand. 23.10.2017

Schwellenländer bieten immer noch attraktive Perspektiven. Die Abwertung des Dollars spielte (Abbildung 2) eine wichtige Rolle, da die Schwellenwerte für die Emerging Markets nur noch + 16% für Aktien und + 2% für Landeswährungsanleihen in Euro ausmachen. Andererseits ist die Bewertung von Aktienmärkten der Emerging Markets und deren Währungen attraktiver als die anderer Vermögenswerte, insbesondere der amerikanischen.

Abbildung 2: Abwertung des Dollars (laut DXY Index) in den letzten sechs Monaten (Ende April bis Ende September 2017)

EmergingQuelle: Bloomberg, BNP Paribas Asset Management, Stand. 23.10.2017

Mehrere Emerging Markets sind ebenfalls mit einer geldpolitischen Lockerung ausgestattet, die lokalen Anleihen und -in geringerem Maße- die Aktienmärkte unterstützen wird. Weiterhin ist ihr Konjunkturzyklus weniger fortgeschritten als anderswo, die Wiederaufnahme des internationalen Handels sollte diesen Ländern zugutekommen. Letztendlich liegt die Belastung dieser internationalen Investitionen weiterhin deutlich unter dem hohen Stand von 2008. Abgesehen von (geo-) politischen Faktoren besteht das Hauptrisiko in einem zu starken Anstieg der Zinssätze in den Vereinigten Staaten mit einer starken Aufwertung des Dollars. Wir verstärken unsere Investitionen in diesen Märkten weiterhin und sichern die Währungen nicht ab.


Verfasst am 18.10.2017 – geschrieben für Option Finance ©Option Finance

Der Wert der Anlagen und die erzielten Erträge können steigen oder fallen, und Anleger erhalten ihr investiertes Kapital möglicherweise nicht in voller Höhe zurück.

Anlagen in den Schwellenländern oder in spezialisierten oder beschränkten Sektoren weisen in der Regel eine überdurchschnittliche Volatilität auf. Gründe dafür sind eine größere Konzentration und eine höhere Unsicherheit, da weniger Informationen verfügbar sind, die Liquidität eingeschränkt ist oder die Anlagen auf gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Entwicklungen stärker reagieren.

Schwellenländer bieten mitunter weniger Sicherheit als die meisten Industrieländer. Daher können Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Kauf, dem Verkauf oder der Verwahrung von Schwellenmarktanlagen höheren Risiken unterliegen.

Thierry Creno

Head of Multi Asset Solutions, France

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