Nachhaltige Investments: Weit mehr als nur ein Schlagwort

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Die stetig wachsende Beliebtheit nachhaltiger Anlagen ist leichter zu verstehen, wenn man zwei hartnäckige Mythen widerlegt: dass es dabei nur um Idealismus geht und dass es die finanzielle Performance beeinträchtigt.

  • ESG-Anlagen machen mehr als 25% des gesamten globalen Aktienbestandes aus.
  • Minimierung finanzieller und nichtfinanzieller Risiken
  • Beitrag zu einer besseren Welt

Nachhaltige Anlagen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Weltweit werden mehr als 23.000 Milliarden Euro nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG)1 investiert. Das ist mehr als ein Viertel der weltweit insgesamt in Aktien angelegten Mittel.

Die zunehmende Verbreitung des ESG-Ansatzes ist nicht nur mit Idealismus zu erklären. Sheila ter Laag, ESG-Spezialistin bei BNP Paribas Asset Management, ist überzeugt, dass der Finanzsektor erkannt hat, was auf dem Spiel steht. „Sehen kann man das nicht nur an den hohen Summen, die in nachhaltige Anlagen fließen, sondern auch an dem anhaltenden Trend zur Vernetzung. Ein Beispiel dafür ist das vor etwas mehr als einem Jahr gegründete Network for Greening the Financial System. An der Initiative zur Gründung des Netzwerkes waren die Präsidenten von acht großen Zentralbanken beteiligt, geleitet wird es von dem Unternehmer und Politiker Michael Bloomberg. Diese Leute tun so etwas nicht aus purem Idealismus, sondern auch, weil die finanziellen Risiken beträchtlich sind, wenn man untätig bleibt.“

Die Kosten des Klimawandels

Ter Laag betont, dass der Klimawandel dramatische Auswirkungen haben wird. „Schäden durch große Naturkatastrophen haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dies verursacht bei den in den betroffenen Gebieten tätigen Versicherern und Unternehmen erhebliche Kosten. Mehr und mehr setzt sich im Finanzsektor die Erkenntnis durch, dass der Preis, den wir zahlen müssen, um vieles höher sein wird, wenn wir nicht rasch handeln.

Staatliche Vorgaben können ganze Branchen von Grund auf verändern. Möglicherweise müssen Energieunternehmen in Zukunft hohe Wertberichtigungen ihrer Öl- und Gasreserven vornehmen. Wenn die Vorschriften zum CO-Ausstoß weiter verschärft werden, kann es passieren, dass die Förderung fossiler Brennstoffe irgendwann nicht mehr wirtschaftlich sein wird.

Die Rendite nachhaltiger Anlagen

Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen fällt es Ter Laag nicht schwer, auch den anderen Mythos über nachhaltige Anlagen zu widerlegen. „Man sollte meinen, dass die Renditen niedriger sind als bei traditionellen Anlagen, aber das stimmt nicht. Wenn man unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit betrachtet, wie Unternehmen mit Umwelt- und Sozialfragen umgehen, entdeckt man Risiken, die einem nicht auffallen würden, wenn man sich auf die Analyse der finanziellen Ergebnisse beschränkt. Zum Beispiel hat ein Unternehmen, das Energie und Wasser wesentlich effizienter nutzt als seine Konkurrenten, einen Wettbewerbsvorteil, wenn die Preise für diese Rohstoffe plötzlich steigen.“

BNP Paribas Asset Management sucht daher ständig nach neuen Möglichkeiten, mit nachhaltigen Anlagen etwas zu bewegen, sowohl finanziell für die Kunden als auch im Hinblick auf Umwelt, Gesellschaft und Governance.

1 Global Sustainable Investment Alliance, 2017


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