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Nachhaltige Investments werden zum festen Bestandteil von Multi-Factor-Anlagen

Nach
Nachhaltigkeitsüberlegungen spielen eine immer größere Rolle bei den Investmentscheidungen von Anlegern. Die Vermögensverwaltungsbranche reagiert darauf mit der Entwicklung innovativer Strategien, die finanzielle Ziele mit ESG-Aspekten (Umwelt, Soziales und Governance) kombinieren. Dabei zeigt sich, dass Factor Investing bei Aktien, Anleihen und Multi-Asset-Portfolios eine gute Lösung für Anleger ist, die sowohl auf Nachhaltigkeit als auch auf Rendite Wert legen.

Warum nachhaltige Analgen sinnvoll sind

Vor einigen Jahren wurde viel darüber diskutiert, welche Vor- und Nachteile nachhaltige Geldanlagen haben, insbesondere unter Risiko-Rendite-Gesichtspunkten. Unserer Ansicht nach ist diese Diskussion jetzt vorüber: Nachhaltige Anlagen werden inzwischen weiterhin als langfristiger Renditetreiber und als Mittel zur Risikoabsicherung anerkannt. Die Integration von ESG-Zielen bei der Zusammenstellung von Portfolios bedeutet, dass sich Vermögensverwalter ein genaueres und umfassenderes Bild von potenziellen Reputations-, Betriebs- und Finanzrisiken machen. Letztlich treffen sie dadurch besser informierte Anlageentscheidungen für ihre Kunden. Abbildung 1 zeigt fünf Gründe, warum Nachhaltigkeit für BNP Paribas Asset Management eine wichtige Rolle spielt. Ein zunehmend differenzierter Ansatz In der Vergangenheit lagen die Hauptschwerpunkte bei nachhaltigen Investments auf Ausschlusskriterien, Themenbezug, Bewusstsein sowie Eigen- und Umweltverantwortung. Heutzutage sind nachhaltige Anlagen facettenreicher, wobei insbesondere ESG-Standards im Mittelpunkt stehen. Wichtiger noch: Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Nebenaspekt, sondern ist zu einem Kernbestandteil von Anlagestrategien geworden. Anleger wollen nachhaltig investieren; Vermögensverwalter müssen diesem Bedürfnis mit ihrem Angebot an Investmentprodukten Rechnung tragen. Daher hat das Team für quantitative Aktienanlagen bei BNP Paribas Asset Management Ende 2018 zusätzlich zu den bereits vorhandenen Ausschlusskriterien zwei Ziele für die Integration von ESG-Faktoren aufgenommen:
  • Erhöhung der ESG-Punktzahl des Portfolios um 20% gegenüber der Benchmark
  • Verbesserung der CO2-Bilanz des Portfolios um 50% gegenüber der Benchmark
Dass ESG-Überlegungen zu einem Kernbestandteil unserer Strategie geworden sind, zeigt die stetige Weiterentwicklung unseres Ansatzes. Im Falle von Multi-Factor-Anlagen bedeutet dies, dass wir uns über Ausschlusskriterien hinaus auf die Einbeziehung von ESG-Faktoren auf Ebene der Portfoliokonstruktion konzentrieren. Der Vorteil eines solchen Vorgehens: Wenn eine Aktie aus finanzieller Sicht attraktiv ist, kann sie trotz eines relativ niedrigen Nachhaltigkeitsratings in das Portfolio aufgenommen werden. Wie Abbildung 2 zeigt, enthalten Multi-Factor-Strategien sowohl Ein- als auch Ausschlusskriterien – dies sind die beiden wichtigsten, einander ergänzenden Nachhaltigkeitspfeiler für Anleger.

Das Beste beider Welten: Factor-Geldanlage mit Fokus auf Nachhaltigkeit

Factor-Investing-Strategien wurden darauf ausgelegt, mittels eines systematischen Anlageprozesses die Portfoliorenditen zu maximieren und zeitgleich die Risiken zu reduzieren. Durch die Aufnahme von ESG-Zielen in Factor-Investing-Strategien kann Nachhaltigkeit als dritter Aspekt neben Rendite und Risiko berücksichtigt werden. Somit können Anleger ihre Investments im Hinblick auf drei Aspekte gestalten: Renditeerwartung, Risikobereitschaft und Nachhaltigkeitsziele.
 

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