Verantwortungsbewusste Infrastruktur Investitionen: Mehr als nur erneuerbare Energien

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Die Chancen für Anleger bei verantwortungsbewussten Infrastructure Debts sind sehr unterschiedlich und umfassen materielle Anlagen in Sektoren wie Transport, Krankenhäuser, Schulen, Versorger und Telekommunikation.


Obwohl nachhaltige Infrastrukturinvestitionen häufig mit erneuerbaren Energien verbunden sind, ist dies nur einer der Eckpfeiler eines verantwortungsbewussten Infrastructure Debt Portfolios. Anleger, die ihr Infrastrukturportfolio diversifizieren möchten, täten gut daran, über Anlagen aus erneuerbaren Energien hinauszublicken, indem sie auch die vielen anderen zunehmend entscheidenden Themen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) berücksichtigen, um erstklassige Anlagechancen zu finden.

Infrastructure Debts sind zumeist privat, was bedeutet, dass nur wenige oder keine öffentlichen Daten verfügbar sind. Während einige Projekte zwar recht umfangreich sind, ist der Großteil des Marktes jedoch segmentiert, da die Veröffentlichung oder Berichterstattung begrenzt ist. Abgesehen von den „Equator Principles“ – einem von Bankinstituten weithin verabschiedeten Rahmen für das Umwelt- und Sozialrisikomanagement – besteht ein deutlicher Mangel an Standardisierung bei der Bewertung und Berichterstattung über diese Projekte. Vor diesem Hintergrund haben wir bei unserer Strategie für Infrastructure Debts einen eigenen Ansatz entwickelt, um ESG-Kriterien zu verwenden.

Unsere 2017 gelaunchte Plattform für Infrastrukturanleihen konzentriert sich auf die Finanzierung von Sachanlagen in Sektoren wie Transport, soziale Infrastruktur (Universitäten, Schulen, Krankenhäuser), erneuerbare Energien (Wind, Solarenergie), konventionelle Energie und Versorger (Heizungs- und Gasnetze, Abwasser- und Wasserbehandlung) sowie Telekommunikationsinfrastruktur.

sustainable infrastructure

Angesichts der Art dieser Sektoren sind wir der Ansicht, dass Infrastrukturanleihen die Finanzierung klimabezogener Herausforderungen tatsächlich unterstützen können. Als Vermögensverwalter sehen wir hier die Möglichkeit, ein Anlageportfolio mit Anlagen aufzubauen, die im Hinblick auf ESG am positivsten sind. Dabei stützen wir uns auf die 17-jährige Geschichte von BNP Paribas Asset Management im Bereich der nachhaltigen Anlagen sowie auf die Expertise unseres engagierten Nachhaltigkeitszentrums.

Die Bausteine verantwortungsbewusster Infrastructure Debts

Unser Ausgangspunkt ist eine Taxonomie der grünen Infrastrukturanlagen, die wir intern entwickelt haben, indem wir die Arbeiten der Climate Bond Initiative für grüne Anleihen oder des französischen Umweltzeichens TEEC nutzen. Jede Investition wird vom Nachhaltigkeitszentrum bewertet. Angesichts der begrenzten Informationen, die privaten Kreditgebern allgemein zur Verfügung stehen, müssen zusätzliche Fragen beantwortet werden. Beispielsweise haben wir einen Sponsor für die Erforschung eines Solarenergieunternehmens gebeten, Informationen über die Maßnahmen, Standards und Garantien bereitzustellen, die nötig sind, um einen angemessenen Schutz der biologischen Vielfalt auf Projektebene zu gewährleisten.

Während die derzeitige Wettbewerbsdynamik an den Märkten so beschaffen ist, dass wir einen Kreditnehmer nicht dazu zwingen können, vollständige Informationen über ein Infrastrukturprojekt vorzulegen, ist die gute Nachricht, dass wir noch nicht auf eine Straßenblockade gestoßen sind: Wir haben festgestellt, dass die Kreditnehmer gerne Einzelheiten zur Verfügung stellen, um etwaige ESG-Bedenken zu mildern.

Ein genaueres und selektiveres Vorgehen

Um unser Engagement für eine nachhaltige Infrastruktur zu stärken und unsere Portfolios um wichtige Leistungsindikatoren zu ergänzen, gehen wir noch einen Schritt weiter: Mit Hilfe einer speziellen Beratung bewerten wir die Umwelt- und Klimaauswirkungen jeder unserer Kreditanlagen. Die Auswirkungen der einzelnen Darlehen werden in Bezug auf den CO2-Fußabdruck, das 2-Grad-Ziel, die vermiedenen Emissionen und den Nettoumweltbeitrag im Verhältnis zu den Benchmark-Vermögenswerten quantifiziert. Diese Bewertung bildet zusammen mit der Analyse des Nachhaltigkeitszentrums den ESG-Jahresbericht für unsere Anleger.

Als verantwortungsbewusster Investor engagieren wir uns nur bei Unternehmen und Projekten, die unsere Überzeugung teilen, ESG-Faktoren in Anlageentscheidungen zu integrieren. Dennoch gibt es ein großes Universum an Chancen und Möglichkeiten. Projekte, die am Scheideweg der Informationstechnologie und der traditionellen Infrastruktur – insbesondere der Energie – stehen, könnten besonders relevant sein: Von Batterien und „Smart-Innovationen“ (Zähler, Netze, Städte, Straßen usw.) bis hin zu Infrastruktur, die für eine verstärkte Datenspeicherung, -verarbeitung und -übertragung benötigt wird. Sie alle könnten Teil eines nachhaltigen, grüneren Portfolios von Infrastrukturanleihen sein.


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Pauline Fiastre

Senior Fund Manager - Infrastructure Debt

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