Wasser: ein vielversprechendes Anlagethema

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Wasser und Sanitärversorgung für alle bereitzustellen, wie durch das Motto des Weltwassertages 2019 „Niemand zurücklassen“ gefordert, ist sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern eine gewaltige Herausforderung. Dies bringt aber auch vielfältige Chancen für Anleger mit sich.

  • Die alternde Infrastruktur ist eine gewaltige – und kostspielige – Herausforderung …
  • … genau wie die Auswirkungen des Klimawandels.

Dieser Artikel wurde von Impax Asset Management verfasst, einem Vermögensverwalter, der sich darauf spezialisiert hat, die sich aus dem Übergang zu einer nachhaltigeren Weltwirtschaft ergebenden Chancen zu nutzen.

 

Das Thema des diesjährigen Weltwassertages am 22. März lautet „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. Dies gilt für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen. Für Investoren bieten sich hier vielfältige Anlagechancen.

Bis 2030 die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle“ sicherzustellen, ist das sechste der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG). Wie wichtig es ist, in den Entwicklungsländern die Wasserinfrastruktur zu verbessern, ist bekannt. Wie der jüngste Skandal in der amerikanischen Stadt Flint zeigt, ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser allerdings auch in den Industrieländern nicht immer gewährleistet.

Das investierbare Universum wird größer

Seit 1999 analysiert Impax den Wassersektor und investiert in börsennotierte Unternehmen aus diesem Bereich; seit 2008 hat Impax eine eigenständige Wasserstrategie. Das Universum investierbarer Unternehmen ist in den letzten Jahren größer geworden, viele Wasserunternehmen sind stark gewachsen.

Klimawandel, Umweltverschmutzung, Bevölkerungszuwachs und Urbanisierung treiben die Nachfrage nach Innovation und Technologie an. Regierungen, öffentliche Einrichtungen und die freie Wirtschaft erneuern oder modernisieren ihre Infrastruktur, und die Investitionsdynamik nimmt weiter zu.

Zugang zu Wasser und sich ändernde Präferenzen

In Schwellenländerregionen wie China, Indien und Subsahara-Afrika bedeutet „Niemand zurücklassen“, vor allem den Aufbau von Wasserinfrastruktur an Orten, wo bisher keine vorhanden ist, voranzutreiben. Angetrieben wird diese positive Entwicklung vor allem durch Urbanisierung und Bevölkerungswachstum sowie die durch gestiegene Lebensstandards verursachte Veränderung der Konsumgewohnheiten. Dabei geht es nicht nur um Wasseraufbereitung und den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele Dinge, die für Stadtbewohner selbstverständlich sind, benötigen in der Herstellung erhebliche Mengen Wasser. Die Zubereitung eines Hamburgers beispielsweise erfordert mehr als 2.000 Liter Wasser.

Veraltete Infrastruktur

Ein Großteil der Infrastruktur in den Industrieländern ist veraltet oder ineffizient und kann daher den heutigen Anforderungen an die Trinkwasseraufbereitung kaum noch gerecht werden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Trinkwasserskandal in der amerikanischen Stadt Flint, in der Sparmaßnahmen zu einer mangelhaften Trinkwasseraufbereitung geführt haben und das Trinkwasser dadurch mit Blei belastet war. Der 2016 begonnene Austausch der Bleirohre ist immer noch nicht beendet und hat bereits Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar verursacht.

Klimawandel

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Sicherheit der Wasserversorgung. In den letzten Jahren sind die landwirtschaftlichen Erträge und die Industrieproduktivität durch Wasserknappheit und eine Reihe schwerer Dürreperioden (z.B. in Kalifornien von 2012 bis 2016 und in Brasilien von 2014 bis 2017) beeinträchtigt worden, was zu Einkommensverlusten bei Erwerbstätigen geführt hat. Auch Kapstadt, die mit ca. vier Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt Südafrikas, machte zuletzt eine Wasserkrise durch. Weit unter dem historischen Mittel liegende Regenfälle führten dazu, dass das wichtigste Wasserreservoir der Stadt im März 2018 fast geleert war. Der Wasserverbrauch in Kapstadt wurde von rund 120 Liter pro Person pro Tag im Jahr 2015 auf 50 Liter Anfang 2018 gesenkt.

Für Behörden und Einwohner dieser Regionen bedeuten die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels, dass sie unter anderem in Wassersparmaßnahmen und Leckortung investieren müssen. Bei Extremwetterereignissen wie Stürmen müssen hingegen andere Prioritäten gesetzt werden. Hier kann es sein, dass Schutzmaßnahmen und Aufräumarbeiten dringlicher sind.

Eine Fülle von Chancen

Die Anlagemöglichkeiten im Bereich Wasser sind überraschend vielfältig und beständig. Das Risikoprofil ähnelt grundsätzlich dem der Aktienmärkte. Investmentmöglichkeiten gibt es auf der ganzen Welt, in den verschiedensten Märkten, Branchen und Regionen. Der Wassersektor bietet in allen Phasen des Konjunkturzyklus attraktive Gelegenheiten, da er sowohl defensive als auch zyklische Unternehmen umfasst.

Technologie und Innovation spielen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung des Wasserverbrauchs. So können beispielsweise Smart Meter den Versorgungsbetrieben helfen, ihre Infrastruktur effizienter zu managen. Außerdem ermöglichen sie Frühwarnsignale und Leckortung. Weltweit investieren öffentliche Einrichtungen genau wie die private Wirtschaft in die Modernisierung ihrer Infrastruktur, und diese Investitionsdynamik dürfte auch in Zukunft anhalten.


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