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Der offizielle Blog von BNP Paribas Asset Management

Wie man Investitionen in energieeffiziente Immobilien fördern kann

Frédéric Janbon, CEO von BNP Paribas Asset Management, nahm kürzlich an einem Event in Paris La Défense teil. Unter dem Titel “Energy efficiency in buildings: How to accelerate investments?” richteten die EU und das französischen Umweltministerium in Zusammenarbeit mit der UN Environment Finance Initiative (UNEP-FI) diese hochkarätige Veranstaltung aus. Sie war Teil des Klimagipfels, den Präsident Macron, der Präsident der Weltbank und der UN-Generalsekretär einberufen hatten. Im Folgenden fassen wir die die wichtigsten Punkte der Rede von Frédéric Janbon zusammen:

Frédéric Janbon, CEO von BNP Paribas Asset Management, nahm kürzlich an einem Event in Paris La Défense teil. Unter dem Titel “Energy efficiency in buildings: How to accelerate investments?” richteten die EU und das französischen Umweltministerium in Zusammenarbeit mit der UN Environment Finance Initiative (UNEP-FI) diese hochkarätige Veranstaltung aus. Sie war Teil des Klimagipfels, den Präsident Macron, der Präsident der Weltbank und der UN-Generalsekretär einberufen hatten. Im Folgenden fassen wir die die wichtigsten Punkte der Rede von Frédéric Janbon zusammen:

Es gibt nur wenige Entwicklungen, bei denen es ausschließlich Gewinner gibt. Eine davon ist steigende Energieeffizienz. Das zeigt, wie sehr wir alle von einer einzigen strategischen Entscheidung profitieren können : in Energieeffizienz zu investieren.

Investitionen in Energieeffizienz gelten allgemein als eine der kostengünstigsten Möglichkeiten der EU, Klima- und der Energiesicherheitsrisiken zu mindern und die daraus entstehenden Chancen zu mehren.

Die EU hat ihre Energieeffizienz stark verbessert. Von 1990 bis 2016 ging der Energieverbrauch hier um 2% zurück, während das BIP um 54% gestiegen ist. Das BIP je verbrauchter Energieeinheit ist also um etwa 36% gestiegen.

EEFIG: Eine effizient arbeitende Organisation

Weil Energieeffizienz für die EU so wichtig ist, haben die EU-Kommission und die UNEP-FI 2013 die Energy Efficiency Financial Institutions Group (EEFIG) gegründet. Ebenso wie die Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC) ist die EEFIG eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Finanzbranche, die untersucht, wie man die Investitionen in Energieeffizienz steigern kann. BNP Paribas Asset Management gehört dieser Gruppe seit ihrer Gründung an.

Die EEFIG hat eine Reihe nützlicher Empfehlungen für Investoren erarbeitet. Die folgenden drei sind dabei besonders hilfreich. Investoren können:

  1. für energieeffizientere Gebäude sorgen, indem sie langfristig in die energieeffizientesten börsennotierten und nicht börsennotierten Immobilienwerte investieren,
  2. sich direkt bei den Unternehmen engagieren, in die sie investieren, und sie zu mehr Energieeffizienz anhalten,
  3. die Entwicklung und Umsetzung von Investmentvehikeln und Anlageinstrumenten unterstützen, mit denen energieeffiziente Objekte finanziert werden.

In Reaktion auf die erste dieser Empfehlungen untersuchen wir seit 2013, wie die im EPRA Index notierten europäischen Immobilienunternehmen mit Klimachancen und Klimarisiken umgehen. In Kürze werden wir unsere Analysen auf die Immobilienmärkte anderer Industrieländer ausweiten. Wir vergleichen die Unternehmen anhand einer Reihe von Kennziffern, die wir selbst entwickelt haben, und die sich ausschließlich auf den Klimawandel beziehen. Zwei der wichtigsten Faktoren unserer Analyse sind Energieverbrauch und Energieeffizienz. Das hilft uns bei der Festlegung eines Anlageuniversums. So können wir die leistungsstärksten Unternehmen auswählen und jene unterstützen, die den richten Weg einschlagen.

Alles in allem haben europäische Unternehmen große Fortschritte gemacht. Dennoch gibt es noch viel zu tun. 67% der Unternehmen haben noch immer kein quantitatives Ziel für die Verringerung der Emissionen und des Energieverbrauchs (oder sie berichten nicht darüber).

Direktes Engagement, um die Unternehmen zu einer besseren Berichterstattung zu bewegen

Zweitens haben wir uns direkt bei Immobilienunternehmen aus dem EPRA Index engagiert. Über einen externen Anbieter haben wir den CO2-Fußabdruck, den Energieverbrauch und die Fortschritte der Unternehmen gemessen, in die unser Fonds investiert ist. Die Berichterstattung hat sich zwar zweifellos verbessert, ist aber nach wie vor nicht gut. Deshalb haben wir Unternehmen angesprochen, die hier noch viel Nachholbedarf haben.

Die dritte wichtige Empfehlung für Investoren war, Finanzinstrumente zu fördern, die direkt oder indirekt der Finanzierung von mehr Energieeffizienz dienen. Ihre Entwicklung soll vorangebracht werden und man soll in sie investieren. Nach Aussage der EEFIG können unter anderem Grüne Anleihen (Green Bonds) besonders gut für mehr Investitionen in Energieeffizienz zu sorgen.

Green Bonds haben noch erhebliches Potenzial

Wir investieren von Beginn an in Green Bonds. Um zu beurteilen, ob die Anleihen, in die wir investieren, wirklich „grün“ sind, haben wir eine strenge Methode entwickelt. Erst jetzt sind wir überzeugt, dass das Angebot für einen Fonds reicht, der ausschließlich in Green Bonds investiert.

Der Fonds wurde im September aufgelegt und besteht zu 26% aus Green Bonds von Städten, lokalen Gebietskörperschaften, Banken, Unternehmen und Ländern, die zur Finanzierung von Projekten dienen, durch die sich die Energieeffizienz verbessert.

Obgleich der Markt in den letzten vier Jahren außergewöhnlich stark gewachsen ist (von 20 Mrd. USD im Jahr 2013 auf 300 Mrd. USD heute), befindet er sich noch immer in einer sehr frühen Phase und hat somit noch viel Potenzial.

Kleine Anlagen zusammenfassen, um vom Markt akzeptiert zu werden

Eine der wichtigsten Herausforderungen, auf die die Gruppe gestoßen ist, war die Bündelung vieler kleiner Anlagen zu einem Portfolio mit einer Größe, die vom Markt akzeptiert wurde. Mit anderen Worten: Wenn wir kleinere Unternehmen und Privatpersonen zu Investitionen anhalten wollen, müssen wir Finanzprodukte entwickeln, die kleinere Investitionen in Energieeffizienz zusammenfassen.

BNP Paribas Asset Management bietet eine Vielzahl von wachstumsstarken Fonds, über die wir Grüne Verbriefungen kaufen können. Über diese Fonds konnten wir Grüne RMBS (mit Wohnimmobilien besicherte Wertpapiere) fördern und in sie investieren.

Die beiden RMBS von Obvion waren die ersten ihrer Art in Europa. Sie sind mit Hypotheken auf energieeffiziente Häuser besichert. Über diese Art von Wertpapieren können sich kleinere und mittlere Unternehmen (SMEs) sowie Privatpersonen an den Kapitalmärkten finanzieren.

Interessant ist auch, dass Obvion die niederländischen RMBS Green-Bond-Anlegern anbietet. Dank unserer nachgewiesenen Erfolge im Bereich ESG konnten wir uns mit 4 Mio. Euro am Gesamtvolumen von 156 Mio. Euro beteiligen. Eigentlich wären nur 2 Mio. Euro möglich gewesen.

Außerdem entwickeln wir zurzeit neue Anlagestrategien für private Anleihen und Immobilienanleihen, in deren Anlageprozess ESG-Kriterien einfließen – mit besonderem Schwerpunkt auf dem Klimawandel.

Wissen und Kompetenz entwickeln und teilen

Die Mitarbeit bei der EEFIG hat uns geholfen zu verstehen, wie komplex und schwierig es ist, die Energieeffizienz in Europa zu verbessern – zum Wohle aller und im Interesse unserer Investments, unabhängig davon, ob wir börsennotiert sind oder nicht und an welchem Ende der finanziellen Wertschöpfungskette wir uns befinden. Außerdem haben wir aus diesem Dialog viel gelernt, auch ganz praktische Dinge, und andere an unseren Erkenntnissen teilhaben lassen.

Es freut uns, dass sich diese Arbeit nicht nur auf die EU beschränkt, und dass die G20 Energy Efficiency Finance Task Group (EEFTG) jetzt auch weltweit aktiv wird.

Außerdem freut es uns, dass unsere Mitstreiter in den IIGCC- und UNEP-FI-Immobilienarbeitsgruppen, denen wir auch angehören, unsere Beiträge und unsere Meinung ebenso schätzen wie wir die ihren. Wir alle sind weltweit anlegende Investoren. Deshalb liegt es in unser aller Interesse, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen.

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