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Wie ordne ich Green Bonds Kapital zu? (3/3)

Wenn Green Bonds keine eigene Assetklasse sind, wie können Anleger sie dann in ihre Kapitalallokationsentscheidungen einbeziehen? Im letzten Artikel dieser dreiteiligen Reihe heben wir zwei große Optionen hervor (aber es ist wahrscheinlich, dass es in Wirklichkeit eine unbestimmte Anzahl gibt).

Wenn Green Bonds keine eigene Assetklasse sind, wie können Anleger sie dann in ihre Kapitalallokationsentscheidungen einbeziehen? Im letzten Artikel dieser dreiteiligen Reihe heben wir zwei große Optionen hervor (aber es ist wahrscheinlich, dass es in Wirklichkeit eine unbestimmte Anzahl gibt).

  • Nur Green Bonds kaufen?
  • Oder sie in ein allgemeines Anleihenportfolio aufnehmen?
  • Um eine maximale Wirkung zu erzielen, wählen Sie das Maximum an Grün.

Allokation von Kapital auf Green Bonds - Option 1

Wenn ein Investor wirklich bestrebt ist, grüne Aktivitäten zu finanzieren, wäre ein bewusster Ansatz die Einrichtung eines speziellen Fonds für Green Bonds. Die Risiko-Rendite-Eigenschaften eines solchen Fonds sollten hypothetisch denjenigen eines nicht-grünen Anleihenfonds mit denselben Fondseigenschaften gleichwertig sein (z. B. gleicher Prozentsatz der in AAA-Rating-Anleihen investierten Vermögenswerte, gleichgewichtete durchschnittliche Duration).

In Wirklichkeit können wir jedoch mit Unterschieden in Bezug auf Volatilität, Renditen, Inanspruchnahmen usw. rechnen, da nicht alle Emittenten über Green-Bond-Äquivalente ihrer bestehenden Anleihen verfügen. Zusätzlich zu den materiell gleichwertigen Erträgen eines äquivalenten nicht-grünen Anleihenfonds ergeben sich jedoch auch ökologische Vorteile (die für die Gesellschaft von Vorteil sind), ohne dass dem Anleger wesentliche (zusätzliche) Kosten entstehen.

Allokation von Kapital auf Green Bonds - Option 2

Alternativ könnte ein Anleger einen opportunistischen Ansatz für seinen regulären Anleihenfonds wählen und seine Präferenzen nach Möglichkeit auf Green Bonds umstellen, jedoch ohne die Einschränkung, nur in Green Bonds zu investieren.

Mit der Zeit kann dieser Fonds umweltfreundlicher werden, wenn das Angebot an Green Bonds zunimmt, aber der Fonds braucht dafür kein bewusstes Ziel. Ein solcher Fonds kann Renditeziele verfolgen, die nicht durch das Angebot an Green Bonds eingeschränkt sind. Er entscheidet sich jedoch dafür, Kapital für grüne Aktivitäten ohne wesentliche (zusätzliche) Kosten zu verwenden, wenn sich eine gute Gelegenheit bietet.

Kritiker können argumentieren, dass das Geld für die erste Option einfach in einen unbeschränkten Anleihenfonds investiert werden kann, der außerhalb des Universums grüner Anleihen noch renditestärkere Anleihen anstrebt. Das ist richtig, aber höher verzinsliche Anleihen bedeuten auch ein höheres finanzielles Risiko. Wenn ein Anleger keinen renditestärkeren (Risiko-) Fonds will und sich für einen Fonds entscheidet, dessen Risikoprofil mit dem eines Green-Bond-Fonds übereinstimmt, warum sollte er sich dann nicht für den Green-Bond-Fonds entschieden, der ökologische Vorteile ohne wesentliche (zusätzliche) Kosten für den Anleger bietet?

So kaufen Anleger heute im Wesentlichen Anleihenfonds ein. Ein Vermögensverwalter schlägt einen Fonds mit Anlagezielen und Risikomanagement-Einschränkungen vor. Wenn es dem Investor gefällt, legen sie ihr Geld in den Fonds. Andernfalls passt der Vermögensverwalter den Fonds an die Bedürfnisse des Anlegers an.

Auswahl zwischen den Optionen

Für einen Anleger, der in Green Bonds investieren möchte, stellt sich die erste Frage nach den Renditen und finanziellen Risiken, die er zu tragen hat. Kann dies durch einen speziellen Green Bond mit wesentlich gleichwertigen Rendite- und Risikozielen gewährleistet werden? Möchte der Investor grüne Aktivitäten über diesen Fonds finanzieren? Wenn nicht, kann der Investor sich für die zweite Option entscheiden - einen opportunistischen Ansatz.

Entscheiden Sie sich für Grün - es ist besser

Aus Sicht der Asset Allocation sollten Green Bonds als reguläre Anleihen im gleichen Rahmen betrachtet werden, um zu entscheiden, wie viel von einem Portfolio auf Anleihen verteilt werden soll (unter Berücksichtigung der Renditen und Risiken). Sobald eine Allokation auf Anleihen als Anlageklasse vorgenommen wurde, kann der Anleger die Verwendung eines dedizierten Green-Bond-Fonds-Ansatzes oder eines opportunistischen regulären Anleihenfonds-Ansatzes in Betracht ziehen. Aus ökologischer Sicht kann ein dedizierter grüner Anleihenfonds natürlich viel mehr erreichen als ein opportunistischer Ansatz. Dennoch können zumindest beide Ansätze Vorteile für die Umwelt bringen, und da wir vor einer Klimakrise stehen, brauchen wir jeden Umweltnutzen, den wir erzielen können.


Lesen Sie auch:

Green Bonds als eigene Assetklasse? Was ist eine Assetklasse? (1/3)

Helfen „Greeniums“ bei der Definition einer Anlageklasse? (2/3)


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